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Bedienungsanleitung COM.BOX 1. Die Grundlagen
In diesem ersten Abschnitt unserer Bedienungsanleitung erklären
wir Ihnen, welche Geräte und Software Sie für die
Fernübertragung von Daten benötigen, und was Sie allgemein
über Daten und ihre Übertragung wissen müssen.
Erste Voraussetzung für die Übertragung von Daten ist
ihre Erzeugung: Sie brauchen einen handelsüblichen Computer. Computer mit dem modernen Windows-Betriebssystem von Microsoft
sind bereits mit allen Programmen zur Datenübertragung ausgestattet und für den Einsatz vorbereitet.
Modems haben in der Datenkommunikation die
Aufgabe, digitale Informationen, die Ihr Computer erzeugt, in
normale, hörbare Töne zu verwandeln, um diese analog (zum
Beispiel über eine Telefonleitung) übertragen zu können.
Ein Modem wird auf der einen Seite an Ihren Computer und auf der
anderen wie ein Telefon- oder Faxgerät direkt an eine
Telefonleitung angeschlossen.
Ohne Kommunikationssoftware nützt Ihnen Ihr Modem oder
Akustikkoppler nichts: um das Modem bedienen und Daten versenden zu
können, benötigen Sie ein spezielles Anwendungsprogramm,
das diese Funktionen hat. Solche Programme sind unter verschiedenen
Bezeichnungen (zum Beispiel "Terminalprogramm" oder "DFÜ-
Software") für alle gängigen Rechnertypen und
Betriebssysteme im Handel. Moderne Computer sind bereits damit ausgestattet.
Achten Sie beim Einsatz von
DFÜ-Software unbedingt darauf, dass sie die folgenden
Merkmale hat: Telefonnummernverzeichnis mit automatischer Anwahl
Übertragungsprotokolle Kermit und Zmodem,
8-Bit-Zeichensatzfähigkeit, Scriptfähigkeit (zur
Programmierung automatischer Abläufe). Terminalprogramme sind für
eine Fülle verschiedener Grundeinstellungen ("PARAMETER")
wie zum Beispiel Datenformat, Handshake-Verfahren oder
Übertragungsgeschwindigkeit einstellbar. Achten Sie darauf, dass
die Parameter Ihrer Software für den Dialog mit COM.BOX immer
auf die folgenden Werte eingestellt sind:
- 8 Datenbits
- 1 Stopbit
- keine Parität
- vollduplex
- nur CR XON/XOFF oder RTS/CTS (bei Modems mit MNP 5 oder V.42bis)
.
Bei der Übertragungsrate haben Sie die Wahl unter
verschiedenen Geschwindigkeiten ab 300 Bits pro Sekunde (bps) bis hin
zu 19.200, 38.400 oder noch höheren Geschwindigkeiten, die von
den Möglichkeiten Ihres Modems und des gewählten
Zugangs abhängt (siehe 2.1). Achtung: Bei Modems, die mit
eigenen Datenkompressionsverfahren wie MNP5 oder V.42bis arbeiten,
sollten Sie sicherheitshalber die Übertragungsrate höher
als die nominelle Geschwindigkeit des Modems und das
Handshake-Verfahren auf RTS/CTS einstellen!
Sie wollen Texte, Tabellen, Grafiken, Bilder oder andere
Informationen übertragen. Um die verschiedenen Datentypen
korrekt zu verarbeiten, muß der Computer sie intern
entsprechend ihrer Natur kodieren. Die wichtigste Unterscheidung ist
dabei, ob es sich um reine Texte oder um binäre Daten handelt.
"Texte" im eigentlichen Sinne sind dabei keinesfalls die
Produkte Ihrer Textverarbeitungssoftware! Im Gegenteil: all die
Fettschriftmarkierungen, Seitenlayouts und Schriftgrößenanweisungen,
die moderne Textverarbeitungen beherrschen, enthalten binär
kodierte Steuersequenzen. Das ist nicht schlimm, wenn Ihr Gegenüber
mit der gleichen Software auf dem gleichen Rechner arbeitet, und Sie
die formatierten Dateien binär übertragen. Um Texte
zwischen verschiedenen Rechnern und Anwendungen austauschen zu
können, dürfen sie nur die Kodierungen enthalten, die alle
EDV-Systeme gleichermaßen austauschen und verarbeiten können
- das sogenannte reine Textformat, den ASCII-Code. Die meisten
Textverarbeitungen bieten Optionen an, bei denen Sie selbst
entscheiden können, ob Sie im internen Format der
Textverarbeitung oder als reine Texte abspeichern wollen. Diese
Option kann zum Beispiel "Standard-ASCII", "DOS-Format"
oder "Nur Text" heißen. Immer ist damit der Verlust
der Formatanweisungen verbunden, die nur im Zusammenhang mit Ihrem
Anwendungsprogramm gelten! Indem Sie nur reine Texte per COM.BOX
versenden, stellen Sie sicher, dass Ihre Adressaten sie auch
lesen und verarbeiten können.
Binäre Dateien sollten Sie nur dann schicken, wenn Sie
wissen, dass der Empfänger sie auch mit dem passenden
Anwendungsprogramm verarbeiten kann. Um die Verwirrung zu
komplettieren, können auch diese reinen Texte je nach
Computermarke höchst unterschiedlich kodiert sein. Die
sogenannten "Zeichensätze" der einzelnen Rechnertypen
sind so unterschiedlich, dass fremde Dateien beim Einlesen in
den eigenen Computer plötzlich keine Umlaute, sondern nur noch
geschweifte und eckige Klammern enthalten können. Ihre Kennung
bei COM.BOX enthält daher einen Hinweis auf den von Ihnen
verwandten Zeichensatz, damit COM.BOX automatisch den Zeichensatz
Ihrer Texte in den Code Ihrer Empfänger konvertieren kann, und
zwar für alle gängigen Computer.
Um mit COM.BOX kommunizieren zu können, benötigen Sie
zunächst einmal eine Zugangsberechtigung (Nutzerkennung). Die
Nutzerkennung besteht aus zwei Elementen: Ihrem "Systemnamen"
(zum Beispiel H.NUTZER) und einem geheimen "Passwort", das
nur Ihnen bekannt sein sollte. Ihr Systemname ist gleichzeitig Ihre
"Adresse" innerhalb COM.BOX. Er taucht als Absender Ihrer
Mitteilungen auf, wenn die Empfänger Ihre Post lesen, und
umgekehrt können andere COM.BOX-Nutzer Ihnen selbst etwas
zuschicken, wenn sie Ihren Systemnamen als Adresse angeben.
Jeder Nutzerkennung ist ein eigenes Postfach zugeordnet. Niemand,
der nicht Ihren Systemnamen UND Ihr Passwort kennt, kann Einblick in
Ihr Postfach nehmen. Stellen Sie sich Ihr Postfach wie einen eigenen
Speicherbereich vor, der nur Ihnen zugänglich ist. In diesem
Bereich wird die gesamte Post verwahrt, die Sie versenden (in Form
von "Ausgangskopien"), und die Ihnen zugesandt wird
("eingehende Post"). Die vielen Verwaltungsfunktionen, die
wir zur Verfügung stellen, gelten immer und ausschließlich
für Ihr Postfach.
Besonders wichtig ist die Grundeinstellung für Ihre
Nutzerkennung, die genau auf Ihre technischen Bedingungen abgestimmt
wird. Diese einstellbaren Parameter (siehe 4.1.1) reichen vom
Zeichensatz, den Ihr Computer versteht, über die Länge der
Aufbewahrungszeit für Ihre Post bis hin zu Grafikdateiformaten.
Anregungen zur Verwaltung Ihres Postfachs finden Sie in den Kapiteln
3 und 4.
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