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Bedienungsanleitung COM.BOX
1. Die Grundlagen

1.1 Computer

In diesem ersten Abschnitt unserer Bedienungsanleitung erklären wir Ihnen, welche Geräte und Software Sie für die Fernübertragung von Daten benötigen, und was Sie allgemein über Daten und ihre Übertragung wissen müssen.

Erste Voraussetzung für die Übertragung von Daten ist ihre Erzeugung: Sie brauchen einen handelsüblichen Computer. Computer mit dem modernen Windows-Betriebssystem von Microsoft sind bereits mit allen Programmen zur Datenübertragung ausgestattet und für den Einsatz vorbereitet.



1.2. Modem

Modems haben in der Datenkommunikation die Aufgabe, digitale Informationen, die Ihr Computer erzeugt, in normale, hörbare Töne zu verwandeln, um diese analog (zum Beispiel über eine Telefonleitung) übertragen zu können. Ein Modem wird auf der einen Seite an Ihren Computer und auf der anderen wie ein Telefon- oder Faxgerät direkt an eine Telefonleitung angeschlossen.



1.3 Kommunikationssoftware

Ohne Kommunikationssoftware nützt Ihnen Ihr Modem oder Akustikkoppler nichts: um das Modem bedienen und Daten versenden zu können, benötigen Sie ein spezielles Anwendungsprogramm, das diese Funktionen hat. Solche Programme sind unter verschiedenen Bezeichnungen (zum Beispiel "Terminalprogramm" oder "DFÜ- Software") für alle gängigen Rechnertypen und Betriebssysteme im Handel. Moderne Computer sind bereits damit ausgestattet.

Achten Sie beim Einsatz von DFÜ-Software unbedingt darauf, dass sie die folgenden Merkmale hat: Telefonnummernverzeichnis mit automatischer Anwahl Übertragungsprotokolle Kermit und Zmodem, 8-Bit-Zeichensatzfähigkeit, Scriptfähigkeit (zur Programmierung automatischer Abläufe). Terminalprogramme sind für eine Fülle verschiedener Grundeinstellungen ("PARAMETER") wie zum Beispiel Datenformat, Handshake-Verfahren oder Übertragungsgeschwindigkeit einstellbar. Achten Sie darauf, dass die Parameter Ihrer Software für den Dialog mit COM.BOX immer auf die folgenden Werte eingestellt sind:

  • 8 Datenbits
  • 1 Stopbit
  • keine Parität
  • vollduplex
  • nur CR XON/XOFF oder RTS/CTS (bei Modems mit MNP 5 oder V.42bis)
.

Bei der Übertragungsrate haben Sie die Wahl unter verschiedenen Geschwindigkeiten ab 300 Bits pro Sekunde (bps) bis hin zu 19.200, 38.400 oder noch höheren Geschwindigkeiten, die von den Möglichkeiten Ihres Modems und des gewählten Zugangs abhängt (siehe 2.1). Achtung: Bei Modems, die mit eigenen Datenkompressionsverfahren wie MNP5 oder V.42bis arbeiten, sollten Sie sicherheitshalber die Übertragungsrate höher als die nominelle Geschwindigkeit des Modems und das Handshake-Verfahren auf RTS/CTS einstellen!



1.4 Datentypen, Zeichensätze und Dateien

Sie wollen Texte, Tabellen, Grafiken, Bilder oder andere Informationen übertragen. Um die verschiedenen Datentypen korrekt zu verarbeiten, muß der Computer sie intern entsprechend ihrer Natur kodieren. Die wichtigste Unterscheidung ist dabei, ob es sich um reine Texte oder um binäre Daten handelt.

"Texte" im eigentlichen Sinne sind dabei keinesfalls die Produkte Ihrer Textverarbeitungssoftware! Im Gegenteil: all die Fettschriftmarkierungen, Seitenlayouts und Schriftgrößenanweisungen, die moderne Textverarbeitungen beherrschen, enthalten binär kodierte Steuersequenzen. Das ist nicht schlimm, wenn Ihr Gegenüber mit der gleichen Software auf dem gleichen Rechner arbeitet, und Sie die formatierten Dateien binär übertragen. Um Texte zwischen verschiedenen Rechnern und Anwendungen austauschen zu können, dürfen sie nur die Kodierungen enthalten, die alle EDV-Systeme gleichermaßen austauschen und verarbeiten können - das sogenannte reine Textformat, den ASCII-Code. Die meisten Textverarbeitungen bieten Optionen an, bei denen Sie selbst entscheiden können, ob Sie im internen Format der Textverarbeitung oder als reine Texte abspeichern wollen. Diese Option kann zum Beispiel "Standard-ASCII", "DOS-Format" oder "Nur Text" heißen. Immer ist damit der Verlust der Formatanweisungen verbunden, die nur im Zusammenhang mit Ihrem Anwendungsprogramm gelten! Indem Sie nur reine Texte per COM.BOX versenden, stellen Sie sicher, dass Ihre Adressaten sie auch lesen und verarbeiten können.

Binäre Dateien sollten Sie nur dann schicken, wenn Sie wissen, dass der Empfänger sie auch mit dem passenden Anwendungsprogramm verarbeiten kann. Um die Verwirrung zu komplettieren, können auch diese reinen Texte je nach Computermarke höchst unterschiedlich kodiert sein. Die sogenannten "Zeichensätze" der einzelnen Rechnertypen sind so unterschiedlich, dass fremde Dateien beim Einlesen in den eigenen Computer plötzlich keine Umlaute, sondern nur noch geschweifte und eckige Klammern enthalten können. Ihre Kennung bei COM.BOX enthält daher einen Hinweis auf den von Ihnen verwandten Zeichensatz, damit COM.BOX automatisch den Zeichensatz Ihrer Texte in den Code Ihrer Empfänger konvertieren kann, und zwar für alle gängigen Computer.



1.5 COM.BOX - Postfach

Um mit COM.BOX kommunizieren zu können, benötigen Sie zunächst einmal eine Zugangsberechtigung (Nutzerkennung). Die Nutzerkennung besteht aus zwei Elementen: Ihrem "Systemnamen" (zum Beispiel H.NUTZER) und einem geheimen "Passwort", das nur Ihnen bekannt sein sollte. Ihr Systemname ist gleichzeitig Ihre "Adresse" innerhalb COM.BOX. Er taucht als Absender Ihrer Mitteilungen auf, wenn die Empfänger Ihre Post lesen, und umgekehrt können andere COM.BOX-Nutzer Ihnen selbst etwas zuschicken, wenn sie Ihren Systemnamen als Adresse angeben.

Jeder Nutzerkennung ist ein eigenes Postfach zugeordnet. Niemand, der nicht Ihren Systemnamen UND Ihr Passwort kennt, kann Einblick in Ihr Postfach nehmen. Stellen Sie sich Ihr Postfach wie einen eigenen Speicherbereich vor, der nur Ihnen zugänglich ist. In diesem Bereich wird die gesamte Post verwahrt, die Sie versenden (in Form von "Ausgangskopien"), und die Ihnen zugesandt wird ("eingehende Post"). Die vielen Verwaltungsfunktionen, die wir zur Verfügung stellen, gelten immer und ausschließlich für Ihr Postfach.

Besonders wichtig ist die Grundeinstellung für Ihre Nutzerkennung, die genau auf Ihre technischen Bedingungen abgestimmt wird. Diese einstellbaren Parameter (siehe 4.1.1) reichen vom Zeichensatz, den Ihr Computer versteht, über die Länge der Aufbewahrungszeit für Ihre Post bis hin zu Grafikdateiformaten. Anregungen zur Verwaltung Ihres Postfachs finden Sie in den Kapiteln 3 und 4.



 
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